Reparatur vom Boden




Moderator: Citykai

Reparatur vom Boden

Beitragvon rollbert » So 14. Okt 2018, 18:57

Hallo Leute,

unten seht ihr Bilder von dem Rapido Export den ich mir zugelegt habe. Nach Durchsicht habe ich festgestellt, das nicht nur der Klapp-Boden richtig kaputt ist (was ich beim Kauf schon gesehen habe) sondern der Durchgang und der Feste-Boden auch an einigen Stellen weich ist. Nun wollte ich den WW nicht so weit zerlegen und alles neu machen, würde aber bei einer Reparatur nicht drum rum kommen. Ich bin nun unentschlosen was ich nun machen soll. Material für die Reparatur wird weit die 500,- übersteigen. Polster sind auch nicht kommplett und eine neue Abdeckplane müsste auch her. Was meint ihr?

Gruß Roland
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon RapoConfi_007 » So 14. Okt 2018, 20:24

Hoppla Shit... aber der "Verkäufer" hat Dir hoffentlich Geld gegeben, dass DU den nimmst, nicht umgekehrt?!?

Also ich würde behalten was gut ist, (vielleicht das Türschloss oder so) und den Rest, den Rest würde ich einschläfern.
Denn unabhängig davon, wie viel Herzblut, Energie Du da Reinsteckst... und ob es mehr oder mehr als 500Euronen kostet,
irgendwas wird am Schluss trotzdem nie so sein, dass Ihr Freude daran haben werdet.
Wenn man auf dem einen Foto schon nur die Kederschiene (zwar nur die für den Staubschutz am Boden) anschaut, denke ich in die anderen werdet
Ihr nie ohne Mühe ein Vorzelt eingezogen bekommen.
Oder auch wenn der Boden innen und aussen nach der Reparatur (in anderen Forenbeiträgen kannst Du sehen, wie aufwendig das ist) wieder in Ordnung ist, hat die Kunststofftapete auf der Schlafseite doch auch schon etliche Risse etc.!
Selbstverständlich braucht auch ein "neuer" Export mal neue Reifen und eine neue Abdeckplane, aber ob der Rest sich wirklich lohnt, für mich wäre das keine Frage.
Freue mich aber trotzdem falls Du das Winter-Frühjahr-Frühling-Sommer-Projekt in Angriff nimmst, wenn Du Deine Fortschritte hier dokumentierst.
Grüsse aus der Schweiz
RapoConfi_007
 
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon RaPi » Mo 15. Okt 2018, 07:57

Hi,

wie RapoConfi_007 schon geschrieben hat, will eine Restaurierung hier "gut überlegt" sein. Dazu braucht ihr viel Zeit und Platz. Je nachdem, wieviel man bereit ist zu investieren, sind auch die Kosten ein Argument.

Ich habe mir letzten Winter einen Record zugelegt, bei dem war auch der Boden auf der Deckelseite komplett hinüber. Dem aber nicht genug haben auch die Seiten- und Rückwände einiges an "Feuchte" abbekommen. Habe den letzten und werde auch diesen Winter so manche Stunde damit verbringen, ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Wenn dann auch - wie bei Eurem Export - der Mittelteil und der weit komplexer aufgebaute zweite Teil "bodenmäßig" hinüber ist, ist das sehr sehr viel Arbeit. Gerade bei den Rücken und Seitenwänden sind überall am Rand spezielle Aluprofile verbaut. Diese müssen aber wieder völlig gleich positioniert verbaut werden, sonst gibt es dann beim Aufklappen Probleme.

Aber machbar ist alles und wer gerne bastelt ...

Grüße aus Österreich
Gerhard
BG Gerhard
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon Ringo » Mo 15. Okt 2018, 15:32

Hallo Roland,

hui das sieht echt übel aus. Für mich würde sich die Frage stellen, was war der Preis der Anschaffung. Wenn ich ihn geschenkt bekommen habe, würde ich evtl. das Geld reinstecken. Alternativ würde ich mir überlegen, das Teil so zu zerlegen, das ich die Ersatzteile verkaufe. Das gesparte Materialgeld plus den evtl. Gewinn würde ich für ein neuen gebrauchten ausgeben.
Ich denke, einige Teile des Export wirst du loswerden. Angefangen bei den Bettstangen, Fenster, Scharniere, selbst die Bodenstützen, werden ihre Käufer finden.
Du wirst für dich die richtige Entscheidung treffen.
Und ich hoffe, du wirst das „Hobby“ Rapido nicht gleich wieder aufgeben.
Beste Grüße Ringo
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon rollbert » Mo 15. Okt 2018, 19:07

Hallo Leute,

vielen Dank für eure Antworten. Ich bin echt zweigeteilt. Es sind es die Kosten, die da auf mich zu kommen, wenn ich das Projekt in Angriff nehemen würde. Vor der Arbeit habe ich keine Angst, da ich gerne bastel. Wenn soll es ja auch ordentlich werden. Natürlich sind auch andere Sachen an dem WW zu machen. Alles Kleinigkeiten im Gegensatz zu dem Boden der komplett gemacht werden müßte. Auch ist der nicht für mich sondern sollte für meine Tochter und ihr Freund sein, die nur den B Führerschein haben. Am Wochenende schauen sie mal rum und dann werden wir uns beraten, wie es weiter gehen soll. Die Preise für die Rapidos gehen ja schon bis 3.000 hoch. Da kann man schon überlegen, ob man investiert. Leider sitzt das Geld bei uns nicht so locker.

Gerne würden wir auch einen anderen Kaufen für einen schmalen Taler. Es muss ja auch kein Export sein, ein Confort würde es ja auch tun.

Gruß Roland
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon bugster_de » Di 16. Okt 2018, 14:17

Hallo Leute,

Einspruch euer Ehren ! Auch wenn meine Vorredner in der Tendenz sich eher dafür aussprechen, das Ding auszuschlachten und wegzuschmeissen, möchte ich für "wieder herrichten" plädieren. Ausgeschlachtet und weggeschmissen ist immer schnell, aber damit ist dann dieses Fahrzeug unwiderbringlich von der Bildfläche verschwunden.

Ich gehe mal davon aus, dass du den Rappi im Vollbesitz deiner geistigen Kräfte gekauft hast und dir somit klar war, dass da Arbeit dran ist. Und dann kommt das, was immer kommt: der Neubesitz steht in der heimischen Garage und man betrachtet sich das ganze 2 Stundenlang mit einem Bier in der Hand. Resultat: es ist doch mehr Baustelle, wie man gedacht hat und dann geht das grübeln los, was man macht.
Vorausgesetzt, du hast Lust am Basteln und du hast auch den nötigen Platz, dann richte das Teil wieder. Das hat auch den Vorteil, dass du Veränderungen durchführen kannst, die dir gut gefallen. Ich bin immer der Meinung, ohne den Restaurator gäbe es das Fahrzeug schon gar nicht mehr und deshalb darf der Restaurator das Ding auch nach seinem Gusto umbauen. Beim Export fallen mir das so Stichworte ein wie Dusche und Klo an Stelle Kleiderschrank.

Ich habe vor mittlerweile 12 Jahren meinen VW T2 Westfalia Camper gekauft. Ungesehen bei ebay geboten, die Auktion gewonnen und auch noch im Dunkeln am anderen Ende der Republik abgeholt. Am nächsten Morgen wurde mir fast schlecht, als ich das Elend sah, was da so auf dem Anhänger steht. Ich habe ebenfalls zwei Wochen überlegt, ob ich ihn einfach zum nächsten Schrottplatz fahre und dort abkippe. Meine Frau hat mir dann ins Gewissen geredet und auch mit Scheidung gedroht, falls ich so kampflos aufgebe und ich habe ihn dann innerhalb eines Jahres komplett gemacht. Das war die beste Entscheidung aller Zeiten. An dem Auto hängen mittlerweile so viele der besten Urlaubserinnerungen meiner Familie, dass an einen Verkauf eh nicht mehr zu denken ist. Auch haben wir über Stammtische, Foren-Treffs etc. so viele nette Leute kennen gelernt, die teilweise heute auch enge Freunde sind. Vom fast schon völlig übertriebenen Wertzuwachs der VW T2 in den Jahren mal ganz zu schweigen.
Ähnlich gelagert aber mit anderem Ausgang ist die Geschichte vom 1965 VW Samba Bus meines Bruders. Den hat er ca. 1992 für unter 1.000,- DM gekauft. Nach einigen Garagen-Bier und mehreren Wochen Überlegung war klar, dass das Auto doch zu schlecht zum wieder Richten ist. Wir haben ihn dann ausgeschlachtet und weggeschmissen. Heute werden diese Autos um die 100.000,- € gehandelt und wenn ich mir so anschaue, was da heute restauriert wird, dann muß ich sagen, war unserer in keinem so schlechten Zustand.

einen anderen Kaufen für einen schmalen Taler.

ich würde mal sagen: vergiss das wieder. Ich bin mir zwar nicht sicher, was du als schmaler Thaler verstehst, aber ich habe den Eindruck, gute Rappis kosten mittlerweile auch gutes Geld. Ich habe meinen Confort 2017 für 1.200,- € gekauft. Zwei Jahre TüV, komplett und Camping fertig ohne Arbeit dran. Wenn ich aktuell so in die üblichen Verkaufsbörsen rein schaue, dann gibt es nichts vergleichbares für dieses Geld. Für mich ist das auch ganz einfach erklärbar: die Oldtimerszene wird Älter und man mag nicht mehr auf einem Clubtreffen im Zelt schlafen also muß ein kleiner Wohnwagen hinter den Oldie. Erste Wahl sind da natürlich Eriba Puck, aber die Preise dafür gehen durch die Decke. Auf der Suche nach Alternativen kommen viele, so wie ich auch, beim Rapido vorbei und Schwups, steigen auch hier die Preise.

Also mein Plädoyer ist klar: richte ihn wieder und lass dir Zeit, dann sind die Anschaffungskosten für die benötigten Teile auch über Zeit nicht so schmerzhaft. Und hänge dir ein bis zwei Fotos von Rapidos in schöner Urlaubsumgebung in die Werkstatt. Das erhöht die Motivation beim Basteln und steigert die Vorfreude auf das, was man mit ihm erleben wird.
Also so was zum Beispiel: Kleinwalsertal 2018
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon rollbert » Di 16. Okt 2018, 20:56

Hallo Bugster,

ich weiß genau was Du meinst. Ich fahre einen T3 und steuer auch einige VW-Bus-Treffen an. Von Hannover an den Bodensee sind es ca. 750km. Auf den Treffen haben wir auch schon einige neue Freunde gefunden, und schlafen müssen wir auch nicht auf dem Boden. Treffen am Bodensee? Unser Sohn wohnt und arbeitet jetzt in der Schweiz als Bäcker und hat selber auch einen T3. So sieht man sich halt auf Treffen wieder und man kann so sein Kind mal wieder umarmen. Der Rapido sollte für unsere Tochter und ihrem Freund sein, damit sie auch mal einen oder mehrere schöne Urlaube machen können. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einem Bulli-Treffen. Hast Du den Rapido immer mit dabei?

Gruß Roland
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Re: Reparatur vom Boden

Beitragvon bugster_de » Mi 17. Okt 2018, 07:35

Hi,

die Combo aus Bus und Rapido kommt nicht immer zum Einsatz. Der Bus hat leer 1,8to. Wenn ich dann alles Urlaubsgepäck, Vorzelt, Fahrräder, Gastank und Kühlschrank voll, plus uns dazu nehme und dann den Rapdio anhänge bin ich mit 2,5to unterwegs. In Kombination mit einem, sagen wir mal, 70 PS luftgekühlten Motor ergibt das nicht gerade ein dynamisches Gespann. Wir fahren auf dem Weg in den Urlaub aber gerne über die Berge und nicht per Tunnel unten durch, was vorallem im Bergab Anteil eines Alpenpasses nur wenig Freude macht. Ich habe noch einen 1973 Westfalia Gepäckanhänger, der auch mal aus der Garage raus will.

Aber vielleicht noch zwei weitere Anekdoten, um die Motivation für "wieder herrichten" zu steigern:
(1) ich war mit letztes nicht schlüssig, ob ich den Rapido behalte. Im Herbst wollten wir dann für 2 Tage in den Europa Park. Die letzten Zimmer in den Hotels sollten 550,- € kosten, was mir einfach zu viel war. Als Alternative haben wir dann den Rapido ans Alltags Fahrzeug angehängt und sind auf den CP am Europa Park. Kostet nicht mal 40,- € für zwei Nächte. Nächste Woche fahren wir wieder hin und sparen wieder 510,- € (550,- minus 40.-). Somit hat sich der Rapido mit Anschaffungspreis 1.200,- schon amortisiert :-)

(2) vor ca. 13 Jahren habe ich ein 60er Jahre Käfer Cabrio aus einer abgebrochenen Restauration gekauft. Alles in Kisten, aber ich wollte definitiv genau so eine Baustelle. Ich habe die Karosserie dann irgendwann zum Sandstrahlen gebracht und der Strahler hat echten Sch... gebaut (ist eine andere Geschichte). Der hat Handteller große Löcher in die Karosserie rein gestrahlt und die Stellen, in die er keine Löächer rein gestrahlt hat, waren mega-wellig. Auch hier stand als Alternative ganz klar "wegschmeissen" im Raum. Ich habe dann umgeschwenkt und das Auto dazu genutzt, um mir Karosseriebau-Fähigkeiten anzueignen. Auto hat heute einen, wie ich meine, top Zustand. Und das alles in einer Einzel-Garage mit einen Schweißgerät, was ich ich in den 90er Jahren im Baumarkt gekauft habe. Ja, das hat alles viel länger gedauert wie ich dachte, aber es hat auch Spaß gemacht. Heisst also, dass nicht jede Restauration gleich Unsummen Geld verschlingt und man top Werkzeug braucht. Mit etwas Fantasie, handwerklichem Geschick und dem Bewusstsein, dass man manches halt 2mal oder auch 3mal machen muß, weil es im ersten Schuß nicht so geklappt hat, wie gedacht geht das schon
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